Bei Nowitzki denke ich immer zuerst an 2011. Nicht weil die anderen zwanzig Jahre egal wären, sondern weil ein einziger Titel eine lange Karriere plötzlich anders rahmt. Ohne diese Meisterschaft wäre er immer noch einer der großen NBA-Spieler. Mit ihr hat die Geschichte nur ein deutlich saubereres Ende bekommen.
Ein Spieler mit über zwei Metern, der von außen wirft, den Ball selbst auf den Boden setzt und damit eine Offensive prägt, wirkt heute weniger ungewöhnlich als früher. Nowitzkis Karriere liegt genau in dieser Veränderung. Manche Sportler gewinnen nicht nur viele Spiele, sondern helfen dabei, eine Position anders vorstellbar zu machen.
Ein Bein hoch, leicht zurücklehnen, Wurf über den Verteidiger.
Bei manchen Sportlern reicht irgendwann eine einzige Bewegung, um den Namen zu wissen.
Nowitzkis Fadeaway ist ungefähr die Basketballversion einer Unterschrift.
21 NBA-Saisons, alle für Dallas. In einer Liga, in der Trades zum normalen Berufsleben gehören, ist Dirk Nowitzkis Karriere fast ungewöhnlicher durch ihre Ortskonstanz als durch ihre Länge. Spieler und Franchise wurden über zwei Jahrzehnte praktisch miteinander identifiziert.
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